SmallTalk verstehen – SmallTalk nutzen

„In Wahrheit sind alle Menschen voneinander abhängig, wir brauchen uns alle gegenseitig.“ [Philippe Pozzo di Borgo]

 

Die erfolgreichsten Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein Netzwerk um sich herum aufgebaut haben, das aus Menschen besteht, die Ihnen helfen können, wenn sie Hilfe brauchen. Je größer dieses Netzwerk ist, umso mehr Menschen unterschiedlichster Talente und Leidenschaften finden sich darin. Und umso eher findet sich jemand, der genau das kann oder sucht, was wir gerade brauchen oder anzubieten haben. Small Talk kann uns helfen, genau so ein Netzwerk aufzubauen.
Dabei hat Small Talk bei vielen Menschen ein schlechtes Image. Mit SmallTalk wird häufig mehr Negatives als Positives verbunden.

Doch warum eigentlich? Viele Menschen halten SmallTalk für etwas Falsches, bei dem sich Menschen verstellen oder anpassen. Doch diese Sichtweise greift zu kurz.

Small Talk kann Brücken bauen. So kann die Distanz zwischen mir und einem Menschen durch SmallTalk abgebaut werden.

Jeder Mensch hat eine Vorstellung davon, wie viel Distanz er zu anderen Menschen wahren möchte. Es geht dabei nicht nur um körperliche Distanz, sondern auch um Distanz in Gesprächen. Manche Menschen brauchen eine ganze Weile, bis sie persönliche Dinge von sich erzählen, anderen drängen sie einem geradezu auf. Treffen wir einen Menschen zum ersten Mal, ist er uns also fremd, ist der Wunsch nach Distanz in der Regel am Größten.
SmallTalk hilft, die individuelle Distanzgrenze des Gegenübers zu erkennen. Und geschickt angestellt, kann die Distanz zum Gesprächspartner verringert werden und der Einstieg zu anderen, ernsteren Gesprächsthemen gefunden werden.

Doch wie gelingt der Einstieg? Ich rate Ungeübten generell dazu, mit einem Lächeln zu beginnen. Wenn man in die Welt hinaus lächelt, lächelt diese meistens auch zurück. Gerade bei Menschen, die geübter im SmallTalk sind, als man selbst, ist das oft ein Selbstläufer und man wird angesprochen. So habe ich es schon oft erlebt, dass ein Lächeln oftmals schon als Gesprächseinstieg ausreichte. 

Wichtig beim SmallTalk ist, dass man mit lockeren Themen startet, mögen sie auch noch so banal sein, wie z.B. Kommentare zum Wetter. Politische Themen eignen sich in der Regel nicht so gut, im schlimmsten Fall fassen Sie bei ihrem Gegenüber in ein Wespennest. Genauso wenig sollte man von seinen persönlichen Problemen erzählen. Beim SmallTalk geht es darum, unverfängliche Themen anzuschneiden und mit netten Menschen ins Gespräch zu kommen, nicht aber tiefgründige oder philosophische Fragen zu klären. Gut ist auch immer, Interesse am Gegenüber zu zeigen, zuzuhören und weiterführende Fragen zu stellen, die sich am besten nicht nur mit Ja oder Nein beantworten lassen. Fragen nach dem Beruf oder den Hobbies können ein guter Einstieg sein. Hat man gemeinsame Freunde, kann danach gefragt werden, woher sie sich kennen. Befindet man sich auf einer Musikveranstaltung, kann an gemeinsame Vorlieben für bestimmte Musikrichtungen angeknüpft werden, und, und, und. Man sollte in jedem Fall nach Gemeinsamkeiten suchen und diese hervorheben. 

Aber auch hier gilt: Übung macht dem Meister. Nicht gleich alles von sich erwarten und frustriert sein, wenn es nicht gleich klappt. Ein gelingender SmallTalk hängt von beiden Seiten ab.

Ich versuche SmallTalk in verschiedenen Situationen zu üben. Je häufiger man mit fremden Menschen ins Gespräch kommt, umso mehr gewöhnt man sich daran. Und umso häufiger findet man Menschen, mit denen es einfach passt und die man gerne weiter kennenlernen möchte.

 

 

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